Bus- und Logistikbranche stellt sich hinter Führerscheinreform: Jetzt zügig umsetzen, nicht zerreden!

24.02.2026

Berlin, 24. Februar 2026. 

Die führenden Verbände der Bus- und Logistikbranche bdo, BGL, DSLV und VDV stellen sich ausdrücklich hinter die Reformvorhaben von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zur Modernisierung der Fahrschulausbildung und zur Vereinfachung der Berufskraftfahrerqualifikation. 

Der Berufszugang für Busfahrer und Lkw-Fahrer muss endlich schneller, digitaler und bezahlbarer werden. Er ist derzeit unnötig teuer und komplex. Nachbarländer zeigen, dass es deutlich einfacher und kostengünstiger gehen kann. Hier muss Deutschland aufschließen und wettbewerbsfähiger werden. Dafür brauchen wir einen entschlossenen Abbau bürokratischer Hürden. Die Modernisierungsoffensive von Minister Schnieder ist daher richtig und überfällig. 

Die Reformanstrengungen müssten aus Sicht der Bus- und Logistikbranche sogar noch ambitionierter sein: Neben wichtigen Maßnahmen wie der Digitalisierung des Theorieunterrichts, Erleichterungen für die praktische Fahrausbildung und Reduktionen beim Prüfungsumfang fordern die Verbände der Bus- und Logistikbranche, die Führerscheinausbildung zum Bus- bzw. Lkw-Fahrer und die ergänzend dazu notwendige Berufskraftfahrerqualifikation nach dem Modell 2in1 zusammenzulegen. 

Im Straßengüterverkehr und im Busverkehr werden Fahrerinnen und Fahrer dringend benötigt. Hohe Berufseinstiegshürden demotivieren jedoch, den Beruf des Kraftfahrers zu ergreifen. Jede Reform, die Verfahren verschlankt, digitalisiert und beschleunigt, hilft daher unmittelbar. 

Die Verbände warnen zugleich deutlich davor, die überfälligen Schritte durch lautstarke Kampagnen, Blockaden oder Partikularinteressen auszubremsen. Wer jetzt versucht, die Reform politisch zu delegitimieren, verschärft den Fahrermangel und nimmt Leistungseinbußen bewusst in Kauf – in der Logistik ebenso wie im öffentlichen Verkehr. Das gefährdet Versorgungssicherheit, Mobilität und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Jetzt braucht es Umsetzungskraft und keine Grabenkämpfe. 

Als Spitzen- und Bundesverband repräsentiert der DSLV durch 15 regionale Landesverbände die verkehrsträgerübergreifenden Interessen der 2.500 führenden deutschen Speditions- und Logistikbetriebe, die mit insgesamt 600.000 Beschäftigten wesentlicher Teil der drittgrößten Branche Deutschlands sind (Stand: Oktober 2025). Die Mitgliederstruktur des DSLV reicht von global agierenden Logistikkonzernen, 4PL- und 3PL-Providern über größere, inhabergeführte Speditionshäuser (KMU) mit eigenen LKW-Flotten sowie Befrachter von Binnenschiffen und Eisenbahnen bis hin zu See-, Luftfracht-, Zoll- und Lagerspezialisten. Der DSLV ist politisches Sprachrohr sowie zentraler Ansprechpartner für die Bundesregierung, für die Institutionen von Bundestag und Bundesrat sowie für alle relevanten Bundesministerien und -behörden im Gesetzgebungs- und Gesetzumsetzungsprozess, soweit die Logistik und die Güterbeförderung betroffen sind.

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