11.03.2026
Berlin, 9. März 2026.
Die sendungsbezogenen Prozesskosten sind in der
Stückgutlogistik im zweiten Halbjahr 2025 wieder spürbar gestiegen. Gegenüber
dem Vergleichszeitraum im Vorjahr weist der Kostenindex Sammelgutspedition des
DSLV Bundesverband Spedition und Logistik einen Zuwachs von 3,4 Prozent aus.
Gleichzeitig waren die Sendungsmengen in den Systemnetzen leicht rückläufig.
Der Anteil der Personalkosten ist mit 51 Prozent besonders hoch.
Sie trugen mit einem Plus von 3,7 Prozent zum Gesamtkostenanstieg bei. Grund
hierfür war unter anderem der Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns zum 1.
Januar 2025, der sich auf die gesamte Lohn- und Gehaltsstruktur auswirkte. Auch
der Anstieg der Sachkosten hielt an. Hier machten sich vor allem Investitionen
in die Automatisierung und Digitalisierung der Standorte sowie die
Antriebswende (batterieelektrische Lkw und betriebliche Ladeinfrastrukturen)
mit einem Kostenanstieg von 4,2 Prozent bemerkbar. Ihr Anteil am Kostensplit
beträgt 33 Prozent. Die Konstanz bei den Maut- und Treibstoffkosten flachte den
Anstieg der Gesamtkosten im zurückliegenden Berichtszeitraum etwas ab. Ohne
ihre Berücksichtigung würde der Index um 3,9 Prozent steigen.
Auch das Palettenhandling verursacht in den Stückgutnetzen Kosten. Mit 6,4
Prozent sind sie erheblich gestiegen. Ursächlich hierfür ist ein Anstieg der
durchschnittlichen Palettenpreise um 21 Prozent.
„Das Rationalisierungspotenzial der Stückgut- und Systemnetze ist weitgehend
ausgeschöpft. Sämtliche Kostensteigerungen müssen deshalb jetzt am Markt
platziert werden“, sagt DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster. „Um marktfähig
zu bleiben, müssen die Stückgutnetze noch digitaler, CO₂-frei und resilienter
werden. Personal, IT, Energie und Sicherheit: dies hat alles Auswirkungen auf
die Kostenstruktur. Der sprunghafte Anstieg der Dieselpreise infolge des
Iran-Konflikts macht deutlich: Weitere Kostenschübe sind auch in der Zukunft zu
erwarten.“
Die dem Kostenindex zugrunde liegenden Sendungsmengen waren im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum mit minus 0,1 Prozent nur leicht rückläufig. Mit 128
Stückgutdepots ist die untersuchte Bezugsgröße um vier Standorte gestiegen.
Dadurch sank die durchschnittliche Sendungszahl um 3,3 Prozent.
Der DSLV veröffentlicht seinen Kostenindex Sammelgutspedition in der 23.
Auflage. Der Index stellt die Prozesskosten der Stückgutnetze der jeweils
ersten und zweiten Halbjahre den Vergleichszeiträumen der Vorjahre gegenüber.
In den Index fließen die vom Beratungsunternehmen FORLOGIC wissenschaftlich
erhobenen Daten von 13 Stückgutnetzen und Systemlogistikern mit insgesamt 128
Depots und aktuell 19,3 Millionen Sendungen ein.
Aktueller Bericht zum DSLV-Kostenindex Sammelgutspedition2. Halbjahr 2025

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